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Widerspruch gegen eine Abmahnung einlegen: Kennen Sie Ihre Rechte als Arbeitnehmer?

Unter einer Abmahnung versteht man im Arbeitsrecht die Beanstandung eines arbeitsvertragswidrigen Fehlverhaltens des Arbeitnehmers. Hierbei muss der Arbeitgeber gegenüber dem Arbeitnehmer in einer deutlichen Art und Weise Leistungsmängel beanstanden und darauf hinweisen, dass eine Wiederholung des abgemahnten Verhaltens das bestehende Arbeitsverhältnis gefährdet. So wird der Arbeitnehmer an seine Pflichten erinnert und vor etwaigen negativen Rechtsfolgen gewarnt.

Ist die Abmahnung aus Sicht des Arbeitnehmers ungerechtfertigt, so kann er gegen diese Widerspruch in Form einer Gegendarstellung einlegen. Diese bietet die Möglichkeit, eine Mahnung richtigzustellen und dadurch das bestehende negative Gesamtbild zu korrigieren. Entschließt sich ein Arbeitnehmer zu einer solchen Gegendarstellung, kann er diese dem Arbeitgeber zuleiten. Liegt eine unberechtigte Abmahnung vor, empfiehlt sich in jedem Fall das frühzeitige Hinzuziehen eines Fachanwalts für Arbeitsrecht. Wir beraten Sie gerne persönlich in unserer Kanzlei Rabe Kirsche & Kollegen in Leipzig.

Welches Fehlverhalten kann der Arbeitnehmer abmahnen?

Eine Abmahnung ist dahingehend relevant, dass sie die Voraussetzung für eine verhaltens- oder personenbedingte Kündigung ist. Dabei können folgende arbeitsvertragliche Pflichtverletzungen vom Arbeitnehmer abgemahnt werden:

  • Unerlaubte Nebentätigkeit
  • Weigerung, klare Arbeitsanweisungen zu befolgen
  • Verstöße gegen betriebliche Rauch- & Alkoholverbote
  • Privattelefonate & private Internetnutzung
  • Parteipolitische Betätigung im Betrieb

Ob in Ihrem persönlichen Fall eine Abmahnung unberechtigt ist und Sie Widerspruch einlegen sollten, können wir in einer Rechtsberatung in unserer Kanzlei in Leipzig klären. Sprechen Sie unsere Rechtsanwälte gerne darauf an.

Was muss ein Widerspruch beinhalten?

Legt der Arbeitnehmer Widerspruch gegen eine Abmahnung ein, so muss er in seiner schriftlichen Erklärung inhaltlich Bezug zu dieser nehmen. Äußerungen außerhalb dieses Rahmens machen den Widerspruch rechtsmissbräuchlich, sodass der Anspruch auf Beifügung zur Personalakte entfällt. Ebenfalls kann eine Erklärung zurückgewiesen werden, die zu ausschweifend oder beleidigend ist. Zusätzlich zur schriftlichen Erklärung kann der Arbeitnehmer verlangen, dass weitere schriftliche Unterlagen zur Personalakte hinzugefügt werden. Darunter fallen z. B. Erklärungen anderer Mitarbeiter zum abgemahnten Vorfall oder Verhalten.

Wie funktioniert eine Gegendarstellung?

Generell ist der Arbeitnehmer nicht verpflichtet, gegen eine unberechtigte Abmahnung Widerspruch einzulegen. Daher besteht keine Frist, innerhalb derer eine Gegendarstellung erfolgen muss. Auch, wenn der Arbeitnehmer nichts gegen die Abmahnung unternimmt, kann der Arbeitgeber nicht automatisch davon ausgehen, dass die erhobenen Vorwürfe eingeräumt wurden. Entgegen der Annahme vieler Arbeitgeber, deutet das Untätigbleiben des Mitarbeiters daher nicht auf die Richtigkeit der Abmahnung hin. Allerdings ist es aus Sicht des Mitarbeiters durchaus von Vorteil, wenn dieser gegen eine zu Unrecht erfolgte Abmahnung Widerspruch einlegt. Schließlich kann dieser dadurch offenkundig falsche Vorwürfe gegen seine Person beseitigen und das negative Bild, das durch die Abmahnung entstanden ist, korrigieren.

Der Weg der Klage als weitere Rechtsschutzmöglichkeit

Üblicherweise kommt eine Gegendarstellung ohne den Klageweg aus. Allerdings kann der Arbeitnehmer auch den Weg der Klage verlangen, um eine zu Unrecht erteilte Abmahnung aus seinen Personalunterlagen zu entfernen. Eine Abmahnung ist unberechtigt, wenn sie nicht ordnungsgemäß bzw. unverhältnismäßig zustande gekommen ist,
falsche Tatsachenbehauptungen enthält oder falsche Bewertungen oder pauschale Vorwürfe enthält.

Sollte es im Ernstfall zu einem Prozess kommen, so muss der Arbeitgeber beweisen, dass die von ihm ausgesprochene Mahnung begründet ist.

Verzichtet der Arbeitnehmer gänzlich darauf, Widerspruch einzulegen, so sollen diesem dadurch in keinster Weise Nachteile entstehen. Meist ist es von taktischen Gesichtspunkten abhängig, ob eine Gegendarstellung für einen bestimmten Fall sinnvoll ist. Insbesondere im Hinblick auf eine mögliche gerichtliche Auseinandersetzung sollten Sie eine Rechtsberatung heranziehen, um von der Erfahrung eines auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalts zu profitieren.

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