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Was bedeuten Altersstufen im deutschen Recht?

Die Rechtsstellung eines Menschen verändert sich mit dem Alter. Dies gilt insbesondere für junge Menschen, die mit steigendem Alter mit zunehmenden Rechten und Pflichten konfrontiert werden. Im Strafrecht bzw. Jugendstrafrecht können diese Altersstufen eine entscheidende Rolle spielen. Wir von der Kanzlei Rabe Kirsche & Kollegen möchten Ihnen das Thema im Folgenden verständlich näherbringen.

Rechtliche Auswirkungen von Altersstufen

Mit der Geburt erlangt der Mensch seine Rechtsfähigkeit. Das bedeutet, dass ihm Rechte, aber auch Pflichten zuteilwerden. Ein Säugling erlangt damit beispielsweise den grundrechtlich geschützten Anspruch auf Pflege und Erziehung. Selbstverständlich ist er zu dem Zeitpunkt jedoch nicht geschäfts- oder deliktfähig. Dies wird einem Kind ab Vollendung des siebten Lebensjahres zugeschrieben, wenn auch nur in begrenzter Form. Bis hin zum 21. Geburtstag begleitet einen Heranwachsenden zahlreiche Abschnitte, die neue Rechte und Pflichten mit sich bringen. Aber auch im höheren Alter kommen weitere bedeutsame Änderungen auf einen Menschen zu. Zum Beispiel der Anspruch darauf, mit 65 beziehungsweise 67 Jahren in Rente zu gehen.

Wichtige Altersgrenzen im Strafrecht

Im Strafrecht sowie im Strafprozessrecht kann das Alter Auswirkungen auf die Schuldfrage und die Bestrafung haben. Hier finden Sie die einzelnen Altersstufen, an die im deutschen Strafrecht angeknüpft wird:

Die Strafmündigkeit: Diese beginnt in Deutschland mit 14 Jahren. Ab dann traut der Staat einem jugendlichen effektiv zu, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden sowie die Folgen seines Handelns einzuschätzen. Vor Vollendung werden Straftaten nicht geahndet.
Die beschränkte Strafmündigkeit: Sie beginnt mit dem 14. Geburtstag. Strafrechtlich betrachtet gilt eine Person ab dann als Jugendlicher. Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres findet damit ausnahmslos das Jugendstrafrecht Anwendung. Dies unterscheidet sich zwar noch vom strengeren Erwachsenenstrafrecht, jedoch sieht auch dieses in bestimmten Fällen Strafen bis hin zur Haft, vor.
Heranwachsender: Das deutsche Strafrecht kennt eine besondere Altersstufe zwischen dem 18. und 21. Geburtstag. Innerhalb dieser Periode wird eine Person als Heranwachsender bezeichnet. Falls die emotionale Reife eines Täters, eher der eines Jugendlichen ähnelt, kann diese Person trotz Volljährigkeit nach Jugendstrafrecht verurteilt werden.
Erwachsenenstrafrecht: Nach Erreichen des 21. Lebensjahres werden Straftaten stets nach Erwachsenenstrafrecht bemessen und abgeurteilt.

Was es zu beachten gilt

Für einen Beschuldigten ist es stets besser nach Jugendstrafrecht abgeurteilt zu werden, da dies wie bereits erwähnt, deutlich mildere Strafen vorsieht. Im Jugendstrafrecht gibt es außerdem einen speziellen Strafausschließungsgrund. Dieser tritt ein, wenn beim Täter nachgewiesen werden kann, dass dieser nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung nicht reif genug ist, das Unrecht hinter seiner Tat zu erkennen. Bestimmte Ereignisse, die den bisherigen Lebenslauf prägten, wie beispielsweise Brüche, Kontakt mit Gewalt oder andere Schockerlebnisse, können als ein Indiz für Reifeverzögerungen dienen. Daher ist es umso wichtiger, dass eine individuelle Beratung durch einen vertrauenswürdigen und kompetenten Rechtsanwalt erfolgt.
Die Leipziger Rechtsanwaltskanzlei Rabe Kirsche & Kollegen bietet eine umfassende und rechtsübergreifende Beratung. Als Ihr Anwalt für Strafrecht in Leipzig, ist es für uns selbstverständlich, Ihren Interessen verpflichtet zu sein und ausschließlich zu Ihrem Vorteil tätig zu werden. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, wir sind rund um die Uhr für Sie erreichbar.

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